Ein vollständiger Behandlungs- und Managementplan für Leistenstämme

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Das Folgende ist ein sehr gründlicher und detaillierter Managementplan für die vollständige Genesung und Rehabilitation einer Leistenzerrung.

Wenn man bedenkt, dass dieser Managementplan vor über zehn Jahren geschrieben wurde, wäre meine einzige Ergänzung die Reduzierung der Eistherapie und die Hinzufügung von Massage und Wärmetherapie während der 2., 3. und 4. Phase. Unabhängig von meinen Vorschlägen ist das Folgende äußerst nützlich für jeden, der an einer Leistenzerrung leidet oder gelitten hat.

Verletzungssituation:

Eine Basketballspielerin im College hatte eine Vorgeschichte von Engegefühl in ihrer Leiste. Während eines Spiels drehte sie plötzlich ihren Rumpf und streckte sich gleichzeitig nach rechts. Es gab einen plötzlichen stechenden Schmerz und ein Gefühl des „Nachgebens“ in der linken Seite der Leiste, was dazu führte, dass der Athlet sofort mit dem Spiel aufhörte und zur Seitenlinie hinkte.

Symptome & Anzeichen:

Wie die Athletin dem Athletiktrainer beschrieb, gab es starke Schmerzen beim Drehen des Rumpfes nach rechts und Beugen der linken Hüfte. Die Inspektion ergab folgendes:

  • Es bestand eine große punktuelle Druckempfindlichkeit in der Leiste, insbesondere im Bereich des M. adductor magnus.
  • Während der passiven Bewegung der Hüfte traten keine Schmerzen auf, jedoch traten sowohl während der aktiven als auch der resistiven Bewegung starke Schmerzen auf.
  • Beim Testen der Leiste und der Hüfte auf Verletzungen wurden das Hüftgelenk, der Illopsoas und der M. rectus femoris als verletzt ausgeschlossen; Wenn der Athlet die Hüfte jedoch aus einer Streckposition addiert, verursacht dies hier extreme Beschwerden.

Managementplan:

Dieser detaillierte Managementplan stammt aus einem meiner alten Universitätslehrbücher, genannt Moderne Prinzipien des Athletiktrainings von Daniel D. Arnheim. Es ist einer dieser 900-seitigen Türstopper, aber es ist das Buch, auf das ich mich am häufigsten beziehe, um Informationen zur Prävention und Rehabilitation von Sportverletzungen zu erhalten. Es ist extrem detailliert und eine wertvolle Ressource für jeden, der in der Gesundheits- und Fitnessbranche arbeitet. So…

Aufgrund der Untersuchung des Athletiktrainers mit vom Arzt bestätigtem Befund wurde festgestellt, dass der Athlet eine Leiste zweiten Grades, insbesondere des M. adductor magnus, erlitten hatte.

Phase 1

Managementphase: Ziele: Zur Kontrolle von Blutungen, Schmerzen und Krämpfen. Geschätzte Zeitdauer (ELT): 2 bis 3 Tage.

Therapie: Sofortige Pflege: ICE-R (20 min) intermittierend, sechs- bis achtmal täglich. Der Athlet trägt einen 6-Zoll-elastischen Hüftspica.

Bewegungsrehabilitation: Keine Übung – so vollständige Ruhe wie möglich.

Phase 2

Managementphase: Ziele: Um Schmerzen und Krämpfe zu reduzieren und die volle Kontraktionsfähigkeit wiederherzustellen, ohne den Muskel zu dehnen. ELT: 4 bis 6 Tage.

Therapie: Nachsorge: Drei- bis viermal täglich Eismassage (1 Min.). Bipolare Muskelstimulation oberhalb und unterhalb der Schmerzstelle (7 min).

Bewegungsrehabilitation: PNF zur Hüftrehabilitation drei- bis viermal täglich (beginnend ca. 6 Tage nach Verletzung)

Optional: Joggen im Wasser auf Brusthöhe (10 bis 20 Minuten) ein- oder zweimal täglich. Muss innerhalb schmerzfreier Grenzen erfolgen. Allgemeine Körpererhaltungsübungen werden dreimal pro Woche durchgeführt, solange sie die Verletzung nicht verschlimmern.

Phase 3

Managementphase: Ziele: Um Entzündungen zu reduzieren und Kraft und Flexibilität zurückzugeben.

Therapie: Muskelstimulation mit dem Stoßstrom 7 oder 8 je nach Verträglichkeit des Sportlers, einmal täglich Ultraschall und Kältetherapie in Form von Eismassage oder Eispackungen (7 min) gefolgt von leichter Bewegung, zwei- bis dreimal täglich.

Bewegungsrehabilitation: PNF-Hüftmuster zwei- bis dreimal täglich nach Kälteanwendungen, Übergang zu progressiven Widerstandsübungen mit Seilzug, isokinetischem oder freiem Gewicht (10 Wiederholungen, 3 Sätze) einmal täglich.

Optional: Flatter-Kick-Schwimmen einmal täglich.

Allgemeine Körpererhaltungsübungen werden dreimal pro Woche durchgeführt, solange sie die Verletzung nicht verschlimmern.

Phase 4

Managementphase: Ziele: Um die volle Leistung, Ausdauer, Geschwindigkeit und Erweiterbarkeit wiederherzustellen.

Therapie: Wenn symptomfrei, vor dem Training eine Eismassage (7 min) oder ein Eisbeutel machen.

Bewegungsrehabilitation: Zum Programm der Phase 3 hinzugefügt, Joggen auf flacher Strecke, langsames Fortschreiten zu einem 3-Meilen-Lauf einmal täglich und dann Fortschreiten zu Achter, beginnend mit Hindernissen in 3 m Abstand und allmählicher Verkürzung der Distanz auf 5 Fuß bei voller Geschwindigkeit.

Phase 5

Managementphase: Ziele: Um zum sportlichen Wettkampf zurückzukehren.

Bewegungsrehabilitation: Der Athlet kehrt allmählich zum Training vor dem Wettkampf und allmählich zum Wettkampf zurück, während er zum Schutz eine elastische Hüft-Spica-Bandage in Form 8 trägt.

Kriterien für die Rückkehr zum Wettkampfbasketball:

  1. Wie mit einem isokinetischen Dynamometer gemessen, sollten die verletzte Hüfte und Leiste des Athleten die gleiche Stärke haben wie die unverletzte Hüfte.
  2. Hüfte und Leiste haben volle Bewegungsfreiheit.
  3. Der Athlet kann mit voller Geschwindigkeit Achter um Hindernisse herumlaufen, die 5 Fuß voneinander entfernt sind.



Source by Brad Walker

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